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Wer Kinder wie ich hat, der hatte auch Haustiere. Ich hatte alles. Hund, Katze, Ratte, Hamster, Kaninchen, Fische, Vögel … Größere Tiere einzeln - kleinere Tiere im Paar oder gar noch mehr. Aber wir hatten auch Bakterien, Milben, Zecken, Algen, Schimmel, Pilze und alles andere Lebendige. Wie heißt es so schön: “Ein Haus lebt …”
Sie wissen, wann das Leben beginnt? (Kleiner Scherz)
“Wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist.”
Tiere bedeuten Verantwortung. Das müssen Kinder lernen. Tiere sind ein toller Begleiter, dem man alles erzählen kann, was einem Elternohr nicht zuträglich ist. Aber eins ist auch zu beachten. Werden die Tiere größer, kann das auch gefährlich werden. Abgebissene Ohren, schwere Infektionen nach Kratzwunden aber auch schwerste Verletzungen durch Stürze von Pferden.
Tiere sind oftmals die letzte Verbindung des Homo Sapiens globalii mit der ursprünglichen Welt. Und wer den Kontakt trotz Haustieren mit der Natur verliert, der findet Flocke toll, füttert seinen Dackel bis zum platzen mit Pralinen oder geht ein mehrfach umverpacktes Katzenfutter für die Upper-Class-Cat für 3,00 EUR/100g kaufen.
Haustiere sind gefährlich!
Nicht so sehr körperlich - da kann man sich oftmals schützen - sondern mental. Wenn ich manches Mal über diese Sendungen auf SAT1 & Co. hinweg zappe, dann bekomme ich einen Würge-Reflex. Das Hausschwein in der Wohnung, die Klapperschlange im Terrarium und das Krokodil im Swimmingpool.
Dies alles ist für mich eine verkehrte Welt. Es gibt Haustiere, die sind Zivilisationsfolger wie Hunde und Katzen. Aber viele (nicht alle) anderen Tiere sind ausschließlich zur Förderung des eigenen Egos da und haben nichts mit Tierliebe, Naturverbundenheit oder der Erziehung von Kindern hin zum sozial verantwortlichen Menschen zu tun.
Bin ich tierlieb? Nicht wirklich! Aber ich habe Achtung vor Tieren und deren Leben in ihrer natürlichen Umgebung. Einen Papagei ohne Partner in einem kleinen Käfig ist für mich der Inbegriff falscher Tierliebe.
Ein Freund von mir wurde mehrfach vom Tierschutz heimgesucht, weil er seiner damals 17-jährigen Katze keine Zahnoperation hat zukommen lassen. Na und? Die Katze hat den Zahn verloren und ist mit den verbliebenen Zähnen noch stolze 19 Jahre alt bei glänzendem Fell geworden. Wo ist das Problem?
Zwei Familien in unserer Siedlung sind besonders tierlieb. Sie lassen ihren Hunden freien Lauf. Die Tiere dürfen machen, was sie wollen. In Folge bellen die Hunde am Zaun in einer Tour. Und wenn man dann noch einen zweiten Kläffer anschafft, dann vermehren sie sich ungehalten und bellen von früh bis spät.
Schade, dass es keine Bären mehr bei uns gibt. Die hätten mit diesen Hunden bestimmt ‘aufgeräumt’, wenn sie so weit zu hören sind.