Smokehead gewinnt Goldmedaille

8. März 2010

SmokeheadKleider machen Leute. Ian Macleod, der Abfüller der rauchigen Smokehead Malts (link), hat vom Beverage Testing Institut eine der begehrten Goldmedaillen ergattert.

Toller Geschmack Frage Herausragende Qualität Frage

Denkste Ausrufezeichen

Sie erhielten den Preis in der Kategorie Creativity and Graphic Design. Der Smokehead wird von unseren Kunden wirklich geliebt und wieder und wieder nachgekauft. Doch die Geschmacksbewertungen in unserem Shopsystem stehen nicht am (positiven) Anschlag. Es gibt anscheinend bessere.

Doch das wirklich hochwertige Packaging mit Metalldose gibt der Flasche ein gewisses Extra, was andere nicht zu bieten haben. Selten wird das uns zugesandte Werbematerial in unserem Unternehmen irgendwo aufgehängt oder aufgestellt. Doch die kleinen Visitenkarten, ganz im Design des Etiketts gehalten, fanden sich an Monitoren und Tastaturen der Mitarbeiter wieder.

Dazu noch der attraktive Verkaufspreis und der rauchige Geschmack macht den Smokehead zu einem Erfolgsmodell, das diesen Preis zu recht verdient hat.

Reisetbauer Single Malt Whisky

5. März 2010

ReisetbauerKurz vor der Münchener Whiskymesse erhielt meine Frau Besuch von Herrn Reisetbauer. Seines Zeichens Obst-Destillateur im oberösterreichischen Axberg. Wie viele andere Destillateure auch, hat er seine Liebe zum Whisky entdeckt. Doch dies schon vergleichsweise früh. So konnte er uns zum Besuchstermin bereits eine Flasche mit 12-jährigem, österreichischen Single Malt Whisky anbieten. Meine Frau hat auch gleich drei seiner Single Malts in ihr Programm aufgenommen.

Ich hatte leider vor meinem Urlaub zu wenig Zeit, um mich mit Herrn Reisetbauer zu unterhalten. So habe ich die ganzen Informationen nur durch den Filter der Wahrnehmung meiner Frau erhalten. Anstatt nun alles zu wiederholen, finden Sie hier den Link zu seiner Whiskywebseite.

Viel interessanter war für mich das Probieren des 12-jährigen Single Malts am gestrigen Abend. Und da merkt man, dass es sich bei diesem Single Malt um einen ganz eigenständigen Whisky handelt. Im Gegensatz zu anderen Whiskys von Obstbrennern trägt dieser Single Malt keine aufgesetzte Fruchtnote, die mich immer zu einer Beschreibung als Gerstler (wie Obstler) verleitet. Wenn man die Flasche aufmacht, dann hat man stattdessen sofort einen unglaublich extremes Aroma von Karamellbonbons in der Nase. Genauso, wie ich sie von meiner Jugend her kenne. Die offizielle Schokoladen- und Kakaonote muss man sich dahinter erst erarbeiten.

Im Mund ist der Malt dann extrem ölig und cremig. Da drängt sich gleich der Vergleich mit Sahnebonbons auf. Was aber nicht stimmt. Die relativ kräftigen 48% des Alkohols setzen einen deutlichen Kontrapunkt, hinter dem sich dann die Frucht der süßen Trockenbeerenauslese-Fässer entwickelt.

Der Abgang spiegelt zunächst diese süßen, fruchtigen Fässer, bevor sich eine angenehme Trockenheit am vorderen Gaumen gegen den Alkohol und den Wein durchsetzt.

Fazit: Ein ganz eigenständiger Whisky. Wenig Parallelen zum Scotch und ‘fast’ keine zu den Gerstlern.

Laufbalken (Gauges)

4. März 2010

Früher erhielt man bei Installationen von Programmen und länger andauernden Arbeiten am PC einen Laufbalken angezeigt, der die ‘in etwa’ noch abzuwartende Zeit optisch verdeutlichte.

Heute gibt es immer öfter im Windows ‘blöde’ Gauges - so heißt das im zweckentfremdeten Fach-Englisch - zu sehen, auf denen ein grüner Balken immer wieder von links nach rechts zuckt. Apple ist da auch nicht besser. Hier dreht/bewegt sich ein blau-weißes Band.

Wie programmiert man so ein Gauge? Man macht eine mehr oder minder gute Schätzung für die verbleibende Zeit. Auf Grund von Erfahrung, Dateigrößen, Dateianzahlen und/oder Netzwerkgeschwindigkeiten, etc. und ruft in regelmäßigen Abständen die Gauge-Funktion auf und gibt ihr die neueste Schätzung mit.

Kann es sein, dass die Programmersteller von heute immer weniger Wissen um die dahinter liegenden Vorgänge haben und die Ahnung, wie lange nun etwas dauern wird, immer schlechter ausfällt?

Was also von den früher aussagekräftigen Gauges bleibt ist die Anzeige, dass das Programm noch etwas tut und noch nicht abgestürzt ist. Allein - manches Gauge läuft weiter - auch wenn das Programm längst das Nirwana austestet.

Haig

3. März 2010

Im Urlaub mache ich meist auch Urlaub Winken Soll heißen, ich kümmere mich nicht um Whisky. Und ich trinke auch keinen Whisky. Aber so ganz kann ich dann auch am Urlaubsort nicht vom Whisky lassen. Denn ich habe mein Hobby ja auch zum Beruf gemacht. Also werfe ich routinemäßig einen Blick in jede Bar, was denn da so an Whiskys rumsteht.

In diesem Urlaub fand sich in der Hotelbar der typische Whiskybestand einer gehobenen spanischen Bar. Glenfiddich, Glenmorangie, Cardhu, Johnnie Walker (auch Blue). Hotelbars nehme ich gerne zum Anlass, um auch einmal Whiskys zu probieren, an die ich normalerweise nicht heran komme. So hatte ich auf meiner Vulkanreise den Four Roses Yellow Label probiert und fand den so toll, dass meine Frau ihn ins Programm aufgenommen hat. Auf einer Whiskymesse hätte ich so einem Bourbon nie probiert. Zhu viel Konkurrenz an guten Whiskys.

Also steifte mein Blick auch dieses Jahr an den Single Malts an der Bar vorbei auf die ‘normalen’ Whiskys. Sehr spontan wählte ich den Haig aus. Vielleicht auch deshalb, weil gerade ein Nachfahre der Haigs, der ehemalige Außenminister unter Reagan Alexander Haig, gerade verstorben ist. Vielleicht aber auch deshalb, weil den Haigs die Ehre gebührt, im Jahre 1826 das Patent Still Verfahren erfunden zu haben. Somit ist der probierte Haig Blended Scotch Whisky der Vorfahre aller Blended Whiskys.

Was kann man zu dem probierten Haig sagen Frage Ein einfacher, wenig rauchiger, simpler aber ehrlicher Whisky. Viel Grain, wenig Malz. Ordentlich Alkohol, nicht zu scharf. Einer der wenigen Blended Whiskys, in denen ich den (für mich) bitteren Grain nicht so unangenehm spüre. Auf der anderen Seite ist der Haig aber nicht so interessant, dass meine Frau ihn im The Whisky Store anbieten möchte. Urvater hin oder her.

Haustiere

2. März 2010

http://www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php?t=4003
Wer Kinder wie ich hat, der hatte auch Haustiere. Ich hatte alles. Hund, Katze, Ratte, Hamster, Kaninchen, Fische, Vögel … Größere Tiere einzeln - kleinere Tiere im Paar oder gar noch mehr. Aber wir hatten auch Bakterien, Milben, Zecken, Algen, Schimmel, Pilze und alles andere Lebendige. Wie heißt es so schön: “Ein Haus lebt …”

Sie wissen, wann das Leben beginnt? (Kleiner Scherz)
“Wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist.”

Tiere bedeuten Verantwortung. Das müssen Kinder lernen. Tiere sind ein toller Begleiter, dem man alles erzählen kann, was einem Elternohr nicht zuträglich ist. Aber eins ist auch zu beachten. Werden die Tiere größer, kann das auch gefährlich werden. Abgebissene Ohren, schwere Infektionen nach Kratzwunden aber auch schwerste Verletzungen durch Stürze von Pferden.

Tiere sind oftmals die letzte Verbindung des Homo Sapiens globalii mit der ursprünglichen Welt. Und wer den Kontakt trotz Haustieren mit der Natur verliert, der findet Flocke toll, füttert seinen Dackel bis zum platzen mit Pralinen oder geht ein mehrfach umverpacktes Katzenfutter für die Upper-Class-Cat für 3,00 EUR/100g kaufen.

Haustiere sind gefährlich!

Nicht so sehr körperlich - da kann man sich oftmals schützen - sondern mental. Wenn ich manches Mal über diese Sendungen auf SAT1 & Co. hinweg zappe, dann bekomme ich einen Würge-Reflex. Das Hausschwein in der Wohnung, die Klapperschlange im Terrarium und das Krokodil im Swimmingpool.

Dies alles ist für mich eine verkehrte Welt. Es gibt Haustiere, die sind Zivilisationsfolger wie Hunde und Katzen. Aber viele (nicht alle) anderen Tiere sind ausschließlich zur Förderung des eigenen Egos da und haben nichts mit Tierliebe, Naturverbundenheit oder der Erziehung von Kindern hin zum sozial verantwortlichen Menschen zu tun.

Bin ich tierlieb? Nicht wirklich! Aber ich habe Achtung vor Tieren und deren Leben in ihrer natürlichen Umgebung. Einen Papagei ohne Partner in einem kleinen Käfig ist für mich der Inbegriff falscher Tierliebe.

Ein Freund von mir wurde mehrfach vom Tierschutz heimgesucht, weil er seiner damals 17-jährigen Katze keine Zahnoperation hat zukommen lassen. Na und? Die Katze hat den Zahn verloren und ist mit den verbliebenen Zähnen noch stolze 19 Jahre alt bei glänzendem Fell geworden. Wo ist das Problem?

Zwei Familien in unserer Siedlung sind besonders tierlieb. Sie lassen ihren Hunden freien Lauf. Die Tiere dürfen machen, was sie wollen. In Folge bellen die Hunde am Zaun in einer Tour. Und wenn man dann noch einen zweiten Kläffer anschafft, dann vermehren sie sich ungehalten und bellen von früh bis spät.

Schade, dass es keine Bären mehr bei uns gibt. Die hätten mit diesen Hunden bestimmt ‘aufgeräumt’, wenn sie so weit zu hören sind.